Schüleraustausch

Finnland-Austausch für Berufsschüler

Die Carl-Engler-Schule pflegt seit dem Jahr 2009 den Kontakt zu zwei Partnerschulen in Finnland. Auszubildende für Laborberufe (Chemielaboranten, Biologielaboranten und Chemikanten) unserer Schule besuchen in ihrem vorletzten oder letzten Ausbildungsjahr für drei Wochen entweder das Saima Vocational College in Imatra oder das Vocational College Tredu in Tampere.

Sie nehmen am Unterrichtsangebot zur Ausbildung zum Laborassistenten der dortigen Schulen teil. Weiterhin absolvieren sie mehrtägige Betriebspraktika in privaten und/oder öffentlichen Betrieben mit Laboratorien (Chemieunternehmen, Lebensmittelhersteller, öffentliche Einrichtungen).

Auch Gegenbesuche von finnischen Schülern aus Tampere und Imatra bei uns finden statt.

Seit vielen Jahren wird der Austausch mit Fördermitteln der Europäischen Union großzügig mitfinanziert, seit 2016 mit Mitteln des EU-Förderprogramm Erasmus+, der einen Großteil der Kosten für die Teilnehmer deckt.

Ziele

Der Austausch soll das Kennenlernen neuer Analysemethoden und Verfahren ermöglichen, die an der Carl-Engler-Schule und den Ausbildungsbetrieben der Schüler/innen nicht angewendet werden. Zudem sollen sie ihre englische berufsbezogene Fachsprache verbessern und schließlich wird durch die Teilnahme eine Persönlichkeitsweiterentwicklung der Schüler/innen und die Erhöhung ihrer beruflichen Mobilitätsbereitschaft in Europa angestrebt.

Mehrwert für Schüler/innen und Kollegium

Als staatliche Schule sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung, den jungen Erwachsenen eine völkerverbindende und europafreundliche Haltung näher zu bringen, indem sie die europäische Vielseitigkeit entdecken. Wichtige Voraussetzungen zur Erfüllung dieses Ziels sehen wir in dem intensiven Kontakt zu finnischen jungen Erwachsenen, z.B. durch die Zuordnung von festen Schulpartnern. Das sind die Schüler, die auch zum Gegenbesuch nach Deutschland kommen.

Ein weiterer Gewinn des Austausch-Projektes ist die Stärkung des Unterrichtsfachs Englisch. So vermitteln unsere Auszubildenden nach der Rückkehr ihre Eindrücke in diesem Unterrichtsfach den Mitschülern. Die Englischkolleginnen empfinden die Schülerpräsentationen als Bereicherung ihres Unterrichts.

Im Gemeinschaftskundeunterricht erhält das Thema der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der Europäischen Union aufgrund des eigenen Erlebens einen eigenen Stellenwert.

Dass wir unseren Schülern solche Lernangebote anbieten konnten, stellt für die CES eine Weiterentwicklung ihrer Qualität dar.

Vor Ort

Die Auszubildenden der Berufe „Chemielaborant“ und „Chemikant“ können in den Praktika in Tampere biochemische und mikrobiologische Labormethoden einüben. In Imatra werden z.B. Festkörperanalysen mit modernsten Geräten durchgeführt. Biologielaboranten-Auszubildenden experimentieren beispielsweise mit der Atomabsorptionsspektroskopie und Infrarotspektroskopie. Alle diese Methoden sind in Karlsruhe so nicht möglich, weil die entsprechenden Analysegeräte in den jeweiligen Ausbildungsberufen nicht zur Verfügung stehen.

Neben der Teilnahme am Unterricht und den Praktika liegt ein Schwerpunkt auf dem kulturellen Begleitprogramm und dem Besuch der Hauptstädte Helsinki und Tallinn. Die diesbezüglichen Planungen und die Organisation wie zum Beispiel das Mieten einer Unterkunft führen die Teilnehmer/innen eigenständig und selbstverantwortlich durch. Einige bildungsnahe Programmpunkte wie etwa die Besichtigung des Museums für Naturgeschichte werden jedoch gesetzt.

Auswahlverfahren

Die Ausbildungsbetriebe entscheiden zunächst, ob sie ihre am Austausch interessierten Auszubildenden für die Dauer des Aufenthaltes freistellen.

Diese nehmen dann an einem englischsprachigen Auswahlverfahren teil, das von zwei Kollegen an der Carl-Engler-Schule durchgeführt wird.

Ansprechpartner

Ihre Fragen rund um den Finnland-Austausch richten Sie gerne an die beiden betreuenden Kollegen oder die Abteilungsleiterin der Berufsschule:
Herr Schmitt
Herr Wittek
Frau Dr. Hagenbuch