Schüler der Carl-Engler-Schule erfolgreich bei „Jugend forscht“!

Wir gratulieren unseren beiden Schülern des Technischen Gymnasiums Liam Kastner und Fabian Kern zu ihrem tollen Erfolg bei dem diesjährigen Wissenschaftswettbewerb „Jugend forscht“. Mit ihrem Projekt „Luftreinigung in Innenräumen mit Moos“ gewannen sie den 2. Preis im Regionalwettbewerb Pforzheim/Enz und zusätzlich den Sonderpreis Umwelttechnik. 

Am 13. Februar präsentierten die beiden ihre Arbeit in der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim einer fachkundigen Jury. Am nächsten Tag konnten sie sich bereits gemeinsam mit ihrem Betreuer Martin Stöckel über ihre hervorragende Bewertung und die von der Stiftung ausgeschriebenen Preisgelder freuen.

Die Schüler erzählen vom Projektstart: „Da wir in unserem ganzen Leben bis zu 90% unserer Zeit in Innenräumen verbringen, hatten wir die Idee, einen Luftreiniger zu entwickeln, welcher mit Hilfe von Moos die Luft in Innenräumen von Feinstaub befreit. Feinstaub ist sehr gefährlich für den Menschen und kann Krankheiten wie z.B. Asthma und Lungenkrebs hervorrufen. Ultrafeinstaub dringt bis in den Blutkreislauf vor, wo er die Arterien verstopfen kann. Die Folgen sind Herzinfarkte und Schlaganfälle. 

Moose eignen sich hervorragend zur Luftreinigung, weil sie in der Lage sind hohe Mengen an Feinstaub aus der Atmosphäre aufzunehmen. Sie bestehen aus vielen einzelnen Blättchen und dadurch wird eine sehr große Oberfläche gebildet. Diese Oberfläche zieht durch ihre negativ geladene Oberfläche, positiv geladene Feinstaubpartikel an und verstoffwechselt diese. Der Feinstaub wird – anders als bei herkömmlichen Luftreinigern – abgebaut und bleibt nicht bestehen.

Moose existieren seit mehreren hundert Millionen Jahren. Sie sind sehr hartnäckig und halten extrem viel aus. Zum Beispiel können sie sehr lange ohne Wasser auskommen. Falls die Moose austrocknen, beginnen sie innerhalb von Sekunden nach Kontakt mit Wasser wieder Stoffwechsel zu betreiben und die Luft zu reinigen. In unserem Gerät befindet sich ein Lüfter, welcher die Luft durch das Moos leitet und anschließend im Raum verteilt.“

Von der Idee bis zur Zufriedenheit mit Funktion und Aussehen des Luftreinigers haben die beiden Preisträger circa 26 Prototypen gebaut – dieser Aufwand hat sich in jedem Fall gelohnt!