Besuch der NEO Academy

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Zwei spannende Projekttage haben Schüler*innen des Berufskollegs für Chemisch Technische Assistent*innen und der Technischen Oberschule am 18. und 19. Juli erlebt.

Zu Gast waren Roger Zimmermann, Geschäftsführer der NEO Academy, und Heiko Haller, Mitgründer von infinity maps. Ihre Mission ist, die Generation Z auf die Arbeitsrealität der Zukunft vorzubereiten. Neben dem Nachdenken über „future skills“, also den Fähigkeiten, die für einen erfolgreichen Arbeitnehmer der Zukunft unabdingbar sind, stand für die Schüler*innen die Anwendung des Wissensmanagement-Tools „infinity maps“ im Mittelpunkt.

Nachdem alle mit Tablets ausgestattet waren, begann der erste Tag mit einer Internet-Recherche nach den „future skills“. Die Ergebnisse wurden kooperativ in einer infinity map gesammelt und mit Begründungen, weshalb sie für die zukünftige Arbeitswelt so wichtig sind, ergänzt. Aufgrund der Online-Veröffentlichung der Maps war es allen Anwesenden möglich, sich gegenseitig Feedback zu geben. Nach diesem Warm-up war das Ziel, Lösungsstrategien für reale Probleme zu entwickeln.

Beispielhaft wurde am Thema Corona-Krise mit ihren Locksdowns gearbeitet. Zunächst überlegten die Schüler*innen in welchen Bereichen sie diese als problematisch erlebt haben. Soziale Isolation, Bewegungsmangel, Versagen staatlicher Institutionen oder die mangelhafte Digitalisierung in Deutschland wurden dabei identifiziert. In Gruppen wurden dann verschiedene Lösungen für die erlebten Probleme skizziert.

Der zweite Tag begann mit einem kurzen Blick auf das am Vortag Erreichte. Um anschließend ins Tun zu kommen, mussten die Gruppen in der sogenannten Spaghetti-Challenge gegeneinander antreten. Jedes Team erhielt 20 Spaghetti, eine Rolle Klebeband und einen Marshmallow. Innerhalb von 20 Minuten sollte jeweils ein möglichst hoher Turm gebaut werden, der mit dem Marshmallow gekrönt werden sollte. Um gemessen und gewertet zu werden, mussten die Türme nach Zeitablauf für ca. 10 Sekunden stehen bleiben. Letztlich schafften das nur drei von fünf Gruppen.

Auf diese Weise vorbereitet, wandten sich die Gruppen wieder ihren Lösungsstrategien für die Lockdown-Probleme zu. In einem gemeinsamen Entscheidungsprozess legten sie sich dann auf eine Lösung fest, die sie nach eineinhalb Stunden kreativer Arbeit dem Plenum in einem selbstproduzierten Kurzvideo vorstellten.

Die abschließende Reflektion der teilnehmenden Schüler*innen und der begleitenden Lehrerinnen Frau Herkt, Frau Slatosch und Frau Alles ist in Hinblick auf die erprobten Methoden, die neuen Lern-impulse, das eingesetzte digitale Tool und die produzierten Videos durchweg positiv.

Herzlichen Dank deshalb an Herrn Zimmermann und Herrn Haller für ihre professionelle Anleitung und Moderation!