Lehrer*innen-Fortbildung im Karlsruher Wald

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Die Klimakrise macht sich auch in unserer unmittelbaren Umgebung bemerkbar. Wenn wir unsere Schüler*innen dafür sensibilisieren möchten, müssen wir selbst Kenntnis von den Veränderungen in der Natur um uns herum haben.

Besonders sichtbar werden die Auswirkungen der langen Hitzeperioden im Karlsruher Hardtwald. Um von den Experten des Forstamts Karlsruhe zu lernen, trafen sich unsere gut 60 Kolleg*innen dort am Morgen des 14. Oktober am Waldzentrum. Gestärkt mit Heißgetränken und Brezeln folgten wir drei Revierförstern und Waldpädagog*innen in ihr Arbeitsfeld. Während der 2,5-stündigen Waldspaziergänge erhielten wir fachkundige Informationen zu den sichtbaren Spuren des Klimawandels und zu dem Thema Recycling im Wald. Früher Laubabwurf oder sogar Baumsterben wurden uns an verschiedenen Stellen gezeigt, ebenso einige verkohlte Bäume – sie waren allerdings wahrscheinlich Opfer eines Brandstifters, der im Sommer wiederholt sein Unwesen getrieben hat.

Die positive Nachricht, die wir nach den doch beunruhigenden Fakten über den Zustand des Hardtwalds mit nach Hause nehmen können, ist, dass der Wald nicht verschwinden wird – aber er wird sich verändern: Arten, wie Kiefern, die den Temperaturen und den Trockenphasen nicht gewachsen sind, werden durch hitzeresistentere Arten wie zum Beispiel die Rotbuche ersetzt werden. Die Erprobung zukunftsfähiger Anpflanzungen gehört daher zu den neuen Arbeitsgebieten der Forstwirte.

Auch die Frage, wie wir gemeinsam mit unseren Schüler*innen etwas für den Wald tun könnten, wurde uns beantwortet. Invasive Arten nehmen heimischen Pflanzen den Lebensraum, wenn sie sich ungehindert ausbreiten können. Mit den Revierförstern geplante Rodungseinsätze würden einen aktiven Beitrag zum Naturschutz leisten.

Unsere naturnahe Fortbildung fand ihren Ausklang im Restaurant „Holzhacker“, wo wir uns über die wertvollen Einblicke, die wir während unseres Vormittags im Wald gewinnen konnten, austauschten.