Dritter CES-Klimatag

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Am 28. Januar fand bereits unser dritter Klimatag statt!

Auch dieses Mal mussten die Klassen aufgrund der pandemischen Lage unter sich bleiben. Begleitet wurden sie jeweils von ihren Klassenlehrer*innen und einer Fachlehrkraft.

Allen Klassen wurde als gemeinsame Einstimmung auf das Klimathema die Film-Doku „Wann ist jetzt? Eine Erdgeschichte zur Zukunft“ von Franz Puschner mit passenden Arbeitsaufträgen bereitgestellt:

Inhaltlich arbeiteten die Klassen, die bereits am CES-Klimatag im Juli 2021 ein Projekt entworfen hatten, an diesem weiter. Manche Klassen waren bereits so weit, dass sie ihre Ideen realisieren konnten, andere nutzten den Tag zur Vorbereitung, damit sie zu einem späteren Zeitpunkt im Schuljahr einen Verkauf starten, bei besserem Wetter im Außenbereich tätig werden oder ihre Ergebnisse präsentieren können.

Die in diesem Schuljahr neu hinzu gekommenen Schüler*innen haben teilweise im Vorfeld Ideen entwickelt oder nutzten den Tag, um ein eigenes Projekt vorzubereiten.

Animiert von der im Doku-Film thematisierten Problematik der Waldtrockenheit hat eine Gruppe nach verschiedenen Aufforstungs-Projekten recherchiert. Sie hat mit dem Filmemacher Herrn Puschner und mit einem Förster aus Weingarten Kontakt aufgenommen und plant nun eine spendenfinanzierte Pflanzaktion mit der ganzen Klasse.

Gleich zweimal gab es die Idee, der Ressourcenverschwendung mit dem Aufstellen von Pfand-Boxen zu begegnen: geplant ist die Organisation des regelmäßigen Abtransports, dessen Erlös an eine wohltätige Umweltorganisation gespendet werden soll.

Grün wird es in unseren Klassenzimmern, wenn aus Ablegern neue Pflanzen gezogen werden! Das ist eine konkrete CO2-Maßnahme mit vergleichsweise geringem Aufwand!

Die Dokumentation eines Selbstversuchs mit klimaneutraler Ernährung wird andere junge Menschen eine ganze Weile beschäftigen. Die Ergebnisse sollen dann am nächsten Klimatag der Schulgemeinschaft präsentiert werden.

Ebenfalls dem Thema Ernährung widmete sich eine Gruppe, die nach ausgiebiger Recherche ein Infoplakat mit dem Titel „Was ist nachhaltige Ernährung?“ erstellt hat. Es soll eine Sammlung von Rezepten folgen, die dann auf dem eigens dafür eingerichteten Instagram-Account „foodforfuture_ces“ veröffentlicht werden. Über die Zusammenstellung weiterer Wochenpläne tauschen sich die jungen Leute per WhatsApp aus.

Das kreative Upcycling von PET-Flaschen zu Gebrauchsgegenständen wie Schwamm-, Zahnbürsten- und Stifthaltern oder Blumenvasen, das Recycling von Kerzenresten oder von Altpapier, das zu Samenpapier für bienenfreundliche Sommerbeete umfunktioniert wurde, konkurrierte mit der nachhaltigen Aufbereitung unserer Sitzgelegenheiten im Innenhof oder dem Anlegen neuer Blühstreifen. Damit die angelockten Insekten dann auch eine lokale Übernachtungsmöglichkeit finden, hat eine Schülergruppe Mini-Insektenhotels aus Konservendosen entworfen und damit zusätzlich eine tolle Upcycling-Idee gehabt.

Kosmetikartikel haben sind aufgrund ihrer Verpackung selten nachhaltig. Das brachte einige Schülerinnen auf die Idee, eine Tauschbörse für Kosmetikartikel einzurichten. Im Labor selbst hergestellte Deocremes und Seife haben eine noch bessere Bilanz, da sie umweltfreundlich in Mehrwegglasgefäße abgefüllt wurden und weniger Rohstoffe beinhalten als die meisten Drogerie-Produkte.

Ein Filmprojekt, das sensibilisieren will für die anhaltende Mülltrennungsproblematik in der Schule, das ressourcenverschwendende Lüftungs- und Heizverhalten sowie die Verschmutzung des Schulgeländes mit Zigarettenkippen wurde ebenfalls ins Leben gerufen. Idealerweise wird dieser Film über die Bildschirme im Schulhaus zu sehen sein, und somit eine nachhaltige Verhaltensänderung bei allen anstoßen.

Eine weitere Gruppe widmete sich den Zigarettenstummeln mit dem Ziel, auf die Wasserverschmutzung durch die Kippen hinzuweisen. Das Abwiegen der gesammelten 614 Stummel ergab ein Gewicht von 430 g, also 0,7 g pro Stummel. Die Gruppe berechnete, dass wenn eine Zigarette 40 Liter Wasser verschmutzt, sie mit der Sammelaktion 24571 Liter Wasser vor der Verschmutzung bewahrt hat. Die Hochrechnung auf alle Schulhöfe, Straßen, Parks, Strände usw. dieser Welt liefert ein erschreckendes Gesamtbild. Nichtrauchen ist also – auch in Hinblick auf die Luftqualität und die Ressourceneinsparung im Herstellungsprozess – echt umweltfreundlich!

Ebenfalls lebensnah ist der Gedanke, Mitschüler*innen, die von weiter her anreisen, mithilfe von Google-Maps Karten mit geeigneten „P+D“-Parkplätzen zu generieren. Karten für die Räume Mannheim, Heidelberg und Wiesloch sollen als QR-Code aufgerufen werden und über die Navigation können dann Treffpunkte via Smartphone angesteuert werden.

Auch technische Lösungsansätze kamen nicht zu kurz: während eine Schülergruppe ihre Rechercheergebnisse über besondere Möglichkeiten zur Energiegewinnung visualisierte, präsentierte eine andere den Entwurf einer portablen Ladestation. Weitere Schüler*innen recherchierten zu den Themen Brennstoffzellen und Solarzellen und werden ihre Ergebnisse beim nächsten Klimatag präsentieren.

Damit all die nachhaltigen Pläne einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich werden, wurde eine Webseite erstellt, auf der alle CES-Klima-Projekte beworben und erläutert werden können. Alle Teams können auf dieser Info-Plattform Bilder und Texte über ihre Projekte hochladen. Zusätzlich wurden verschiedener Plakate kreativ gestaltet und gedruckt, um innerhalb des Schulhauses über Projektfortschritte informieren zu können.

Wir freuen uns über den Ideenreichtum unserer Schüler*innen und sind stolz darauf, mit welchem Engagement gesetzte Ziele verfolgt werden!